Ausgefragt: Ein Interview mit dem Künstlerinnenduo Coworking Art

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Letzte Woche durfte ich die Künstlerinnen von COWORKING ART ausfragen (>>hier geht es zur Website). Die beiden studierten Designerinnen Anne-Kathrin Roski und Jennifer Schröder haben sich im letztem Jahr zu dem Künstlerinnenduo zusammengetan, ein Atelier angemietet und damit einen Schritt zu einem beruflichen Traum gewagt.
Gemeinsam kreieren sie großformatige Kunstwerke auf massiven Leinwänden oder auch Paletten. Dabei spielen sie mit spannenden Farbkontrasten, wie Silber und Neon, und den verschiedensten Texturen, Materialien und Effekten. Natürlich beeinflussen und inspirieren sie sich dabei immer gegenseitig, da jedes Bild eine Gemeinschaftsarbeit ist. Das Thema funktionierendes Teamwork spielt also eine große Rolle.
Nicht nur abstrakte Werke gehören zu Ihrem Repertoire, sondern auch detaillierte Portraits mit abstrakten Elementen und Designobjekte, wie die Zementcubes…

Da ich mit den Beiden gut befreundet bin, konnte ich ihre gemeinsame Entwicklung seit der Gründung genau verfolgen. Ich finde es sehr inspirierend, wie sie Ihrem Herzen folgen und genau das tun, was sie lieben. Zugegeben, ich bin natürlich auch ein wenig stolz auf ihre bisherigen Erfolge :)! Die Bilder der Beiden haben neben einigen Austellungen nun den Weg in drei gute Häuser Hamburgs gefunden: Sie sind bei Prediger, im Steigenberger und bei Cramer zu bewundern.

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Das Künstlerinnenduo COWORKING ART: Anne-Kathrin Roski und Jennifer Schröder

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Diese Bilderserie nennen sie VERBORGEN: BILDHAFT. FRAGMENTARISCH. RICHTUNGSGEBEND.
Schaut Euch mal diese fabelhaften Details an:
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Auch Designobjekte und abstrakte Kunst gehören zu ihren Werken…
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Ihr möchtet mehr über sie wissen? Dann einfach weiterlesen ;-)…:


Ausgefragt: Ein Interview mit dem Künstlerinnenduo Coworking Art

Wer steckt hinter COWORKING ART und woher kennt Ihr Euch?
Hinter COWORKING ART stecken wir, Jennifer Schröder und Kathrin Roski. Wir sind beide Designerin, Freundinnen und nun gemeinsam Künstlerinnen. Bei uns gibt es sozusagen immer alles im Doppel :).
Wir haben uns vor ca. 11 Jahren bei einem Studentenjob hinter dem Tresen einer Bar kennengelernt. Es war freundschaftliche Liebe auf den ersten Blick. Seitdem haben wir viele gemeinsame Projekte gehabt, bis wir dann 2012 unser Künstlerinnenduo gegründet haben.

Wie seid Ihr auf die Idee gekommen, COWORKING ART zu gründen und was bedeutet es für Euch?
Hmm… wer hatte eigentlich die zündende Idee? Die kam eigentlich gemeinsam. Die besten Ideen entstehen ja bekanntermaßen auf dem Bierdeckel. Wir beide wollten uns beruflich umorientieren und haben bei einem gemeinsamen Essen in unserem damaligen Stammlokal etwas „rumgesponnen“. Daraus entstand die Idee, unsere Erfahrungen und Fähigkeiten zusammenzuschmeißen und ein Künstlerinnenduo zu gründen. Das Ergebnis ist nun COWORKING ART. Besonders spannend fanden wir es dabei, jedes Bild gemeinsam zu malen. Und was bedeutet es für uns? Auf jeden Fall lieben wir das, was wir tun. Deswegen bedeutet es für uns Leidenschaft und Freude; aber auch viel Arbeit, da wir trotzdem noch beide Designtätigkeiten nachgehen.

Was macht Euch gute Laune?
Oh, morgens ganz früh ins Atelier zu kommen, die Sonne scheint und wir frühstücken gemeinsam und besprechen unseren Tag, das macht wirklich gute Laune. Es ist einfach großartig, sich mit dem zu umgeben, was man liebt!
Außerdem machen Farben absolut gute Laune. Wir lieben beide zum Beispiel so einen intensiven Opalton. Ja, es gibt so wunderschöne Blaunuancen. Oder ein knalliges Neon-Orange als Akzent… herrlich!

Gibt es einen besonderen Glücksmoment, den Ihr erlebt habt und mit uns teilen wollt?
Wir haben viele Glücksmomente – Kleine und Große. Kleine Glücksmomente fangen damit an, wenn wir einen Bereich in einem entstehenden Bild toll finden. Wir können uns wirklich an den kleinsten gelungenen Farbklecks erfreuen und uns gegenseitig mit dieser Freude anstecken. Natürlich freuen wir uns, wenn wieder ein Werk fertig ist. Das ist jedes Mal wieder etwas Besonderes für uns, dann sprudeln wir fast über.
Große Glücksmomente gibt es natürlich auch: Die Annahme auf der ART ZÜRICH INTERNATIONAL zum Beispiel ist toll und extrem wichtig für uns. Da gab es dann auch mal einen Freudentanz :)

Was ist Kunst und was bedeutet Kunst für Euch?
Puh. Kunst ist ganz viel. Sie bewegt und erfreut und sie ist Schönheit und Freiheit, …! Das wirklich Faszinierende daran ist: Kunst transportiert Gefühle und Stimmungen und das allein mit Hilfe von Farbe.

Habt ihr einen Lieblingskünstler? Einfluss?
Wir beide lieben den Jugendstil. Zum Beispiel Gustav Klimt ist sehr inspirierend. Aber auch einige zeitgenössischen Künstler sind großartig. Die intensiven Farben von Nielly Francoise haben es uns total angetan. Aber auch vor dem inzwischen weltbekannten Gerhard Richter mit seinem beeindruckendem Lebenslauf ziehen wir unseren Hut.

Gibt es gemeinsame Rituale bei Euch, damit die Zusammenarbeit harmoniert?
Ja, auf jeden Fall. Das ist ganz wichtig und hat sich mit der Zeit entwickelt. Es braucht ja extrem viel Teamwork und Vertrauen, wenn man immer gemeinsam an einem Werk arbeitet. Man muss ja eigentlich ständig Teilen. Wenn ein Bild dann wirklich fertig, schauen wir uns an, nicken uns zu und machen dann ein Zeichen mit der Hand, dass unserer Flügelform unseres Logos entspricht. Damit ist es dann besiegelt.
Es ist aber auch nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen. Natürlich sind wir auch mal nicht einer Meinung. Oder einer übermalt ausversehen einen Bereich, den der andere schon als gut empfunden hat. Dann ist es Zeit zu klingeln! Wir haben im Atelier eine Klingel montiert, die zum Einsatz kommt, wenn es zu Unstimmigkeiten kommt. Dies löst Probleme auf eine lustige Art und Weise, weil der Gang zur Klingel an sich schon was Urkomisches hat.

Was inspiriert Euch? Was motiviert Euch?
Wir laufen immer mit offenen Augen durch die Gegend. Was als toll empfunden wird, wird sofort abfotografiert. Dies können farbige Wände, altes Holz oder Lichtstimmungen sein. Dann wird das Bild mit dem Handy verschickt und los geht es mit dem Ideenstrudel.

Welches Eurer Kunstwerke mögt Ihr am Liebsten? Warum?
Oh, grundsätzlich sind wir Fans all unserer Werke. Das gibt dann manchmal doch schon ein wenig Trennungsschmerz, wenn uns wieder eins verlässt.
Meistens geht es uns Beiden so, dass wir das Bild, an dem wir aktuell arbeiten, am Besten finden. Dann schicken wir uns gegenseitig noch Fotos von Details und verschiedenen Perspektiven, die wir davon gemacht haben und sind ganz hin und weg. Das ist fast schon wie bei Eltern mit Ihren Kindern.
Ist der Prozess aber abgeschlossen und das Werk geht an einen neuen Liebhaber, stürzen wir uns mit neuer Freude auf das nächste Projekt.

Pläne für die Zukunft? Worauf dürfen wir uns freuen?
Lokal sind wir in 3 guten Häusern Hamburgs mit unseren Werken vertreten. Dies soll natürlich nicht so bleiben. Mit der Messe in der Schweiz gehen wir schon über die Grenze hinaus. Unser Ziel ist es auch in internationalen Galerien mit unseren Bildern vertreten zu sein, damit ganz Viele die Möglichkeit haben, sich an unserer Kunst zu erfreuen!


Mehr über die Beiden und weitere Einblicke in die Kunst von COWORKING ART könnt Ihr auf ihrer Website erfahren: coworking-art.de. Bei Facebook könnt ihr etwas hinter die Kulissen blicken und immer sofort erfahren, wenn es etwas Neues gibt: coworking art/facebook. Und auch bei Instagram ist das Duo zu finden: coworking art/instagram


Vielen Dank ihr Lieben für das tolle Interview! Ich bin ganz gespannt, wo Euer Weg Euch hinführt… Ich wünsche Euch auf jeden Fall das nur das Allerbeste für die Zukunft und ganz viel Erfolg mit diesem fantastischen Herzensprojekt!

Alles Liebe, Eure Sarah

2 Comments

2 Comments on Ausgefragt: Ein Interview mit dem Künstlerinnenduo Coworking Art

  1. Kathrin
    15. Juli 2014 at 10:50 (5 Jahren ago)

    Das hast Du aber schön geschrieben:-) Toll!!!

    Antworten
    • Sarah
      25. Juli 2014 at 19:15 (5 Jahren ago)

      :-) Es freut mich, dass es Euch gefällt! Hat Spass gemacht! Danke für das Interview!

      Antworten

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